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Gerätehaus


Das Spritzenhaus Pömmelte war immer auf der Häuserinsel zwischen heutiger Dorfstraße und Feldstraße (siehe auch Aufzeichnungen von Kam. W. Fabian). Das war auch nach Gründung der Freiwilligen Feuerwehr ausreichend. Ab 19..... besaß die Freiwillige Feuerwehr zwei Motorspritzen auf TSA (Tragkraftspritzenanhänger). Diese passten nicht mehr in das alte Spritzenhaus. Zu diesem Zweck wurde 19... das alte Kahnhaus in der Gnadauer Straße zum Feuerwehrgerätehaus umgebaut. Dieser Umbau erfolgte ausschließlich durch die Kameraden selbst in ihrer Freizeit. Das Material wurde durch den „Rat des Kreises“, Abt. Inneres, dem zentralen Finanzier der Feuerwehr, bereitgestellt. Viel Unterstützung kam aber auch durch den örtlichen Betrieb, die LPG.

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Spritzenhaus in der Feldstraße hinter der früheren Gemeindeverwaltung

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Spritze von 1792


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Die erste Spritze nach Gründung der Freiwilligen Feuerwehr


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Das alte Kahnhaus in der Gnadauer Straße
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Der erste Umbau zum Gerätehaus
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Die Kameraden vor dem fertigen Gerätehaus


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Es bestand nun nicht nur die Möglichkeit die Geräte unterzustellen, sondern es konnten auch in einem Regal Teile der persönlichen Ausrüstung der Kameraden, wie Helm und Hakengurt untergebracht werden. Zumal letzteres auch nicht für alle Kameraden vorhanden war. Auch ein Aufenthaltsraum wurde nicht vergessen. Darin wurden von nun an während der Sommerdienste theoretische Schulungen durchgeführt, aber auch viele gemütliche Stunden verbracht. Während am Anfang des Bestehens der Feuerwehr der Dienst ausschließlich aus den praktischen Übungen an der Spritze bestand, machte es sich immer mehr notwendig die Kameraden auch theoretisch auf die Gefahren während eines Brandes zu unterweisen. Dazu wurde während der kalten Jahreszeit vor allem das Vereinszimmer der Gaststätte „Zur Eiche“ genutzt.

Die beiden TSA wurden im Brandfall durch die Kameraden per Hand zum Einsatzort gezogen. Oft stand aber ein Traktor der LPG zur Verfügung. Als der Kamerad J. Schneppel in den 80er Jahren bei der BHG in Schönebeck arbeitete und seinen LKW auf dem eigenen Grundstück abstellte, durfte auch dieser LKW offiziell als „Vorspanndienst“ genutzt werden. Diese mdl. Vereinbarung bestand bis zur Wende 1989/90. Am 14. Mai 1972 bekam die Feuerwehr ein Kleinlöschfahrzeug (KLF) „B1000“. Damit wurde ein weiterer Umbau des Gerätehauses notwendig. Es musste in die Giebelseite ein Tor gebrochen werden. Auch diese arbeiten wurden durch die Kameraden ausgeführt. Dieses KLF wurde nach einigen Jahren erstmals auch mit Druckluftatmer (DLA) ausgerüstet. Durch immer mehr Kunststoffe im Haushalt und in der Industrie entstanden bei Bränden immer mehr Gase, die von normalen, bis dahin verwendeten, Aktivkohlefilter nicht mehr ausreichend gefiltert wurden.- Ein Grund auch die kleinen Feuerwehren umzurüsten. Das bedeutete aber auch einen weiteren Ausbildungsschwerpunkt. Da nun die Stellfläche nicht mehr ausreichte wurde der ältere TSA ausgemustert. Das neue KLF hatte außer den DLA auch eine nachlaufende, einachsige B-Schlauchhaspel mit 10 B-Druckschläuchen. Damit erhöhte sich der Aktionsradius des Fahrzeuges erheblich. Gerätewart in dieser Zeit war der Kamerad Karl Nesemann. Zusammen mit anderen Kameraden, die im Technikstützpunkt der LPG (heute Fa. H&H Bau) arbeiteten (W. Nesemann, H. Hummel, B. Müller, u.a.), wurde in vielen Stunden, auch während der Arbeitszeit, die Einsatzbereitschaft gewährleistet. Dort wurden die Fahrzeuge der Feuerwehr auch immer auf den jährlich durch den Rat des Kreises durchgeführten Fahrzeugappell vorbereitet. Die Besatzung des KLF bestand laut Zulassung aus fünf Kameraden. Bei Einsätzen und im Übungsdienst wurde aber das Fahrzeug meist auch personell überladen. Da die Motorisierung für diese Beladung mit  33 KW sowieso etwas zu schwach war, gab es auch oft Probleme mit Verschleißteilen wie Kupplung, Lenkung und Bremse. In einigen Gemeinden des Landkreises verrichten diese Fahrzeuge aber bis heute Ihren Dienst.


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Die beiden alten TSA zu einem Dienstabend in den 60er Jahren
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Das gleiche Bild in Farbe
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Der  zweite Umbau des Gerätehauses Anfang 1972 Walter Heinrich
und Karl Heinz Egger
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Das neue KLF B1000 Walter Fabian
und Ottmar Schäfer

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Die Feuerwehr Pömmelte war Mitglied der Brandschutzeinheiten. Diese hatten, wie in der DDR üblich, auch Zivilverteidigungscharakter. Deshalb sollte unsere Feuerwehr 1988 mit einem LF8/LO ausgerüstet werden. Das Fahrzeug war schon da und wurde vorübergehend in der Scheune der alten Schmiede A. Wille in der Schönebecker Str. untergestellt. Da es aber zu „gefährlich“ war (das Fahrzeug hatte Funk am Bord, und das war nach DDR -Gesetzlichkeit äußerst gefährlich; es hätte ja Polizeifunk u.ä. abgehört werden können), das Fahrzeug über einen längeren Zeitraum relativ unbeaufsichtigt stehen zu lassen, wurde es im Gerätehaus des MLK in Calbe (dem heutigen FTZ) untergestellt. Für kurze Zeit war auch ein Umbau dieser Scheune oder der Scheune in der Dorfstraße 1 im Gespräch. Da aber von den Verantwortlichen im Rat des Kreises von vornherein der größte Teil der Leistungen und die Bauleitung von den Kameraden erwartet wurde und die Kameraden ein solch umfangreiches Projekt weder durchführen konnten noch wollten, wurde dann schließlich 1988 neben dem Neubau des Gemeindehauses in der Barbyer Str. ein neues Gerätehaus gebaut. Nach Fertigstellung des Rohbaus wurden auch von den Kameraden ungezählte Stunden in Arbeitseinsätzen abgeleistet, um das Gebäude so schnell wie möglich fertig zu bekommen. Im November 1989 war das jetzige Gerätehaus bezugsfertig. Überraschenderweise kam auch sofort der LO und der B1000 musste abgegeben werden. Auf ihn wartete schon die Feuerwehr Klein Mühlingen. Da aber im neuen Gerätehaus noch keine Regale und ähnliches und auch kein Geld zur kurzfristigen Beschaffung vorhanden war, wurde dort lediglich das Fahrzeug abgestellt. Der Treffpunkt blieb bis zur Abhilfe das Gerätehaus in der Gnadauer Straße. Im Frühjahr 1990 wurden wiederum durch die im Technikstützpunkt arbeitenden Kameraden und durch Unterstützung der dortigen LPG Tischlerei die Regale für die Schutzbekleidung und das erste Schlauchregal gebaut und installiert. Das Gerätehaus konnte bezogen werden. Jetzt war auch ein beheizbarer Schulungsraum vorhanden. Im Unterschied zum KLF konnte auf dem LF 8 eine ganze Gruppe mitfahren und es war bedeutend mehr Standartbeladung vorhanden. Es besaß auch eine Vorbaupumpe, die aber während der ganzen Zeit in Pömmelte nicht optimal zum Laufen gebracht werden konnte. Standard war ebenfalls ein STA (Schlauchtransportanhänger) mit 400m B-Druckschlauchreserve. Im allgemeinen war das Fahrzeug aber sehr anfällig. Es war ein wieder aufgebautes Unfallfahrzeug der Feuerwehr Sachsendorf. Dank des inzwischen zum Gerätewart gewordenen Kameraden Mutschall(Kamerad K. Nesemann musste aus gesundheitlichen Gründen zurücktreten) konnte aber die Einsatzbereitschaft immer gewährleistet bleiben.


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Bau des neuen Gerätehauses (Okt./Nov. 1988)
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Richten des Dachstuhls (25. Nov. 1988) Richtkrone hängt (Dez.1988)
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Innenausbau (Juli 1989)  

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5e08afb72809aclip_image038.jpg Herbst 1989 (noch ohne Beschriftung)
5e08afe490089clip_image040.jpg Sommer 1990
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Der neue Schulungsraum
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Im Herbst 1993 konnte dann auch noch durch die Gemeinde für ca. 45 000,- DM (aber auch unter Verwendung von 10 000.-DM Landesfördermitteln der Feuerwehr) das Dachgeschoß ausgebaut werden. Es entstand ein Raum (mit Küche und Toiletten), der heute (1997) durch jeden Bürger der Gemeinde (gegen Gebühr), aber auch oft durch die Feuerwehr genutzt wird.  
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Die Handwerker beim Tapezieren  

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5e08b62e834f1clip_image056.jpg Der fertig ausgebaute Dachraum schon mit neuer Bestuhlung
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5e08b6a1156c5clip_image002_0001.jpg Blick in die Küche

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