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  Mühlenverein Pömmelte e.V.

Unsere Bockwindmühle in Pömmelte

Eine Bockwindmühle steht auf vier feststehenden Stützen aus Holz. Um die Flügel in den Wind zu bekommen muss der gesamte Mühlenkörper mit Hilfe des 10 m langen Sterzes gedreht werden.
Die ältesten Bockwindmühlen Europas wurden im 12. und 13. Jahrhundert gebaut.
Die Bergersche Bockwindmühle Pömmelte am Ortsausgang in Richtung Schönebeck wurde nach mündlicher Überlieferung wahrscheinlich um 1600 auf dem Hummelberg bei Schönebeck erbaut.
Es gab im Ort in Richtung Barby ebenfalls eine Bockwindmühle die nach dem 2. Weltkrieg nicht mehr in Betrieb war und deren Ruine 1981 restlos einstürzten.

Die Bockwindmühle in Pömmelte ist seit 1876 im Besitz der Familie Berger.

Die Bergische Bockwindmühle in Zahlen:

um 1600
  Nach mündlicher Überlieferung auf dem Hummelberg bei Schönebeck errichtet.
1781
  erste nachweisliche Datierung nach der Balkeninschrift in der Mühle:
„M.J.C.N.J.C.O.L..A..J. E. Walstaben 1781 14. August“
um 1860
  wurde die Mühle von Schönebeck nach Pömmelte umgesetzt.
Der Schiffbauer Johann Georg Christoph Brösel errichtet neben dem Hause seines Schwagers auf dem Kehm (Flurbezeichnung am Ortsausgang) die Mühle
1867
  ist Johann Friedrich Thiemann aus Gommern Pächter der Mühle auf dem Kehm
1875
  wird ein gewisser Lentge als Besitzer des Mühlengehöftes genannt
1876
  im Jahr des durch Dammbruch verursachten Hochwassers kauft der von Unseburg zuziehende Louis Berger das Mühlengründstück
1910
  übernimmt der Sohn Gustav Berger die Mühle
1933
  Gustav Berger lässt einen Dieselmotor einbauen, der nebenher Antriebsmittel wird
1934
  bei Sturm brechen 2 Flügel ab, mit den verbliebenen Flügeln wird bis zur Ergänzung weitergemahlen.
1947
  Elektrokraft ersetzt den Dieselmotor
1949
  wird zum letzten Mal mit Wind gemahlen
bis 1978
 

wird noch gelegentlich nur für die Leute geschrotet, da die LPG eine elektrische Mühle für die örtliche Landwirtschaft in der Scheune eines Gehöftes der Dorfstraße geschaffen hat

Um 1970
  Entfernung der Flügel, weil Unfallgefahr
Um 1985
  Erhaltungsarbeiten am Mühlenkörper
1993
  einem Eichenstamm des Biederitzer Forstes wird der Mühlensterz geschaffen und eingesetzt
1996
  Gründung des " Mühlenverein Pömmelte e.V. "
April 1997
bis
März 1998  
  Gestaltung des Umfeldes der Mühle, wie Anpflanzungen, Pflasterarbeiten, Überdachung eines Vorplatzes usw. durch vier Beschäftigte einer Arbeitsbeschaffungsmaßnahme.
1998
  Eigenmittel der Müllerfamilie Berger-Wächter sowie Fördergelder des Dorferneuerungsprogramms ermöglichen den Neubau der vier Ruten aus Lärchenholz durch den örtlichen Tischlerbetrieb Becker und deren Montage durch kostengünstige Hilfe des ortsansässigen Baubetriebes H&H Bau GmbH
1. Juni 1998
  erstmalige Teilnahme am Deutschen Mühlentag
Dezember 2002 bis
Dezember 2003
  ABM in der Mühle (Mühlenfreund Hochgräfe und Mühlenfreund Meier)
Dezember 2003 bis
Dezember 2004
  erneute ABM mit Mühlenfreund Meier und Mühlenfreund Krabbes

Für den neuen Sterz wurde eine 120 Jahre alte Eiche aus dem Biederitzer Forst handbehauen.

Mit der Montage der Flügel aus Lärchenholz am 16.06.1997 und der Gestaltung des Umfeldes wurde die Rekonstruktion der Bockwindmühle beendet.

Auf dem neu gestalteten Gelände können Radwanderer und Touristen auch alte Ackergeräte besichtigen. Durch die Instandsetzung sind Schaumahlungen (schroten) möglich.

Interessenten können die Bockwindmühle in Pömmelte am Pfingstmontag jeden Jahres oder nach Vereinbarung besuchen.

 

Aktuell

Vom 7. bis 9. Mai haben sich Mühlenfreunde (Mitglieder des Vereins) und Freunde der Mühle (Nicht Mitglieder) getroffen um den Schaden, den das Sturmtief Kyrill im Januar 2007 an den Ruten verursacht hat zu beheben. Bei gutem Wetter konnten die Arbeiten im wesentlichen bis zum Samstag abgeschlossen werden, so dass am Sonntag bis Mittag Platz für Restarbeiten und Aufräumen war. Damit stand der Besichtigung am Mühlentag, dem Pfingstmontag, nichts mehr im Weg.


(Bild, v.r.)
Die aktiven Helfer waren: Dieter Kohle, Andreas Lehmann, Claus Krabbes, Brigitte Grönwald, Jürgen Brand, Jens Hardtke, Matthias Kohle, Axel Hochgräfe, Thomas Warnecke