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  Unsere Jagdgenossenschaft Pömmelte

Die JG ist kein Verein in dem Sinne.
Es ist eine Vereinigung die in jeder Gemeinde dem Gesetz nach existieren muss. In ihr ist jeder Landbesitzer „Zwangsmitglied“.
Jedes Mitglied hat soviel Stimmenanteil an des Entscheidungen wie er prozentual Land in die Genossenschaft einbringt. Da die Gemeinde (vertreten durch den BM) viele Gräben, Wege (auch nicht mehr offiziell sichtbare) aber auch einige Landflächen besitzt ist sie zusammen mit der Kirchengemeinde (vertreten durch D. Kohle) schon ziemlich Stimmgewaltig.
Weitere Mitglieder des Jagdgenossenschaftsvorstandes sind: Wolfgang Eggert, Torsten Gruner und Dörte Grönwald.

Die JG bestimmt u.a. auch, an wen das Jagdrecht zu welchem Preis verpachtet wird. Das sind in Pömmelte Jörg Becker, Kurt Banse und Jörg Demann. Diese können wiederum Begehungsscheine an andere Jäger vergeben.
Im Jahr 2008 wurde dieses Jagdrecht an o.g. Personen wieder für einen Zeitraum von 15 Jahren vergeben.
Die Pacht wird an die Landbesitzer entsprechend Ihres Anteils alle zwei Jahre nach Ablauf dieser Jahre ausgezahlt.
Dazu müssen sie allerdings den Nachweis des Besitzes oder der Vertretungsberechtigung erbringen. Da das nicht in jedem Fall u.U. auch nicht fristgerecht erfolgt bzw. auch zu gering ist (kleine Splitterfächen u.ä) bleibt in diesem Fond manchmal ein gewisser Betrag erhalten mit dem die Genossenschaft dann auf Mehrheitsbeschluss auch ein paar Kleinigkeiten für die Gemeinde beschaffen kann. Beispiele dafür sind : Unterstützung des 150. Ringreitens 2007, Bezahlung von Schildern an den Feldwegen, Bezahlung des Eichestammes inklusive Transport aus dem Lödderitzer Busch für einen neuen Mühlensterz.

Zackmünde ist von der Fläche her groß genug um eine Eigenjagd zu bilden. Dort wird das Jagdrecht durch den Eigentümer (die Klosterkammer Hannover) eigenständig vergeben.

 

Satzung für die Jagdgenossenschaft Pömmelte

§1
(1) Aufgaben der Jagdgenossenschaft in Pömmelte ist die gemeinsame Nutzung und Ver-waltung der Jagd auf den Grundstücken der Genossenschaft.
(2) Die Jagdgenossenschaft ist rechtsfähig. Sie steht hinsichtlich der Wahrnehmung ihrer Aufgaben unter der Aufsicht des Landkreises Schönebeck.
(3) Geschäftsjahr der Jagdgenossenschaft ist das Jagdjahr (1. April bis 31.März).

§2
(1) Jagdgenossen sind:
1. die Eigentümer der zum Gebiet der Gemeinde Pömmelte gehörenden Grundstücke, mit der Ausnahme der Grundstücke, die befriedet sind, oder zu einem Eigenjagdbezirk gehören.
2. die Eigentümer weiterer, dem gemeinschaftlichen Jagdbezirk durch Vertrag oder Verfügung angegliederter Grundstücke.
(2) Auf einer Karte 1:5000 ist das Gebiet des gemeinschaftlichen Jagdbezirkes mit Flurbezeich-nungen einzutragen; befriedete Bezirke sind kenntlich zu machen. Die Karte ist auf dem neuesten Stand zu halten und dem Pachtvertrag beizufügen.

§3
Die Jagdgenossenschaft hat folgende Organe:
1. den Jagdvorstand,
2. die Versammlung der Jagdgenossen.

§4
(1) Der Jagdvorstand besteht aus dem Vorsitzenden, dem Schriftführer und dem Kassenführer. Die Versammlung der Jagdgenossen wählt den Jagdvorstand auf die Dauer von vier Jahren. Mitglied des Jagdvorstandes kann nur sein, wer volljährig und geschäftsfähig ist. Die Vorstandsmitglieder sollen Jagdgenossen sein.
(2) Die Mitglieder des Jagdvorstandes erhalten Ersatz ihrer notwendigen baren Auslagen. Im Übrigen steht ihnen eine Vergütung für ihre Tätigkeit nicht zu.

§5
(1) Der Jagdvorstand beschließt durch Abstimmung. Bei Stimmengleichheit entscheidet die Stimme des Vorsitzenden. Das Stimmrecht im Vorstand kann nur persönlich ausgeübt werden. Die Mitglieder des Jagdvorstandes dürfen bei der Beschlussfassung nicht mit- wirken wenn die Entscheidung ihnen selbst, ihren Ehegatten, ihren Verwandten bis zum dritten oder verschwägerten bis zum zweiten Grade oder einer von ihnen kraft gesetzlicher oder rechtsgeschäftlicher Vollmacht vertretenen Person einen unmittelbaren Vorteil oder Nachteil bringen kann.
(2) Der Jagdvorstand vertritt die Jagdgenossenschaft gerichtlich und außergerichtlich. Zur Abgabe von Willenserklärungen und zum Abschluss von Verträgen durch die die Jagdge-nossenschaft verpflichtet werden soll, sind nur sämtliche Mitglieder des Jagdvorstandes gemeinsam befugt.
(3) Der Jagdvorstand bleibt auch nach Ablauf seiner Amtszeit bis zur für die Wahl des neuen Vorstandes angesetzten Versammlung der Jagdgenossen zur Vertretung der Jagdgenossen berechtigt. Kommt in der Versammlung ein Beschluss über die Wahl nicht zustande, so gilt § 6 (3).

§6
(1) Einem Beschluss der Versammlung der Jagdgenossen sind vorbehalten:
1. Entscheidungen, die die Gestalt der Jagdbezirke betreffen . (Angliederung, Abtrennung, Teilung),
2. Die Entscheidung über eine Nutzung der gemeinschaftlichen Jagd durch angestellte Jäger,
3. die Entscheidung über die Form der Verpachtung mach Maßgabe des § 9 sowie die Entscheidung über die Erteilung des Zuschlages bei der Jagdverpachtung, sofern diese Entscheidung nicht ausdrücklich auf den Jagdvorstand delegiert wird,
4. die Entscheidung über die Verwendung des Jagdertrages,
5. die Wahl, die Abberufung und die Entlastung des Jagdvorstandes,
6. die jährliche Neuwahl von zwei Kassenprüfern, welche nicht dem Vorstand angehören dürfen,
7. Änderungen der Satzung,
8. Umlagen nach § 29 Abs. 1 des Bundesjagdgesetzes.

(2) Ein Beschluss der Versammlung kommt zustande, wenn:
1. die Mehrzahl der in der Versammlung persönlich anwesenden oder vertretenen Jagdgenossen dem Beschluss zustimmt,
2. die zum gemeinschaftlichen Jagdbezirk gehörenden Grundstücke der Jagdgenossen, die Beschluss zugestimmt haben, gegenüber den zum gemeinschaft1ichen Jagdbezirk gehörigen Grundstücken der sonst anwesenden oder vertretenen Jagdgenossen eine Mehrheit der Fläche ergeben. Grundstücke von Jagdgenossen die weder anwesend noch vertreten sind, sind bei der Zählung nicht zu berücksichtigen.
(3) Kommt ein Beschluss über die Wahl des Jagdvorstandes nicht zustande, so werden die Geschäfte des Jagdvorstandes durch den Bürgermeister wahrgenommen.
(4) Satzungsänderungen (Absatz 1 Nr.7) bedürfen der Genehmigung der Aufsichtsbehörde.

§7
(1 )Der Jagdvorstand soll die Versammlung der Jagdgenossen bis zum Ende des laufenden Jagdjahres jährlich mindestens einmal einberufen. Liegen wichtige Gründe dafür vor, ist eine außerordentliche Versammlung anzusetzen. Unterlässt der Jagdvorstand die Einberufung der jährlichen oder trotz Vorliegen eines wichtigen Grundes die Einberufung einer außerordentlichen Versammlung, so kann jeder Jagdgenosse bei der Aufsichtsbehörde beantragen, dass diese die Versammlung einberuft.
(2) Zu allen Versammlungen sind die Jagdgenossen schriftlich oder durch Bekanntmachung nach den für die öffentlichen Bekanntmachungen der Gemeinde geltenden Vorschriften unter Angabe von Ort, Zeit und Tagesordnung mindestens eine Woche vorher zu laden.

§ 8
(1) Zur Teilnahme an der Versammlung der Jagdgenossen sind diese selbst oder ihre gesetz-lichen Vertreter berechtigt. Die Berechtigten können sich durch Bevollmächtigte vertreten lassen. Die Vollmacht bedarf der Schriftform und ist nur gültig wenn die Unterschrift des Vollmachtgebers durch eine Gemeinde oder einen Notar beglaubigt ist.
(2) Die Versammlungen werden durch den Vorsitzenden des Vorstandes - in Ausnahmefällen durch einen Beauftragten der Aufsichtsbehörde - geleitet. Der Jagdvorstand hat über jede Versammlung eine Niederschrift zu fertigen, die vom Versammlungsleiter zu unterschrei-ben ist.

Sie soll enthalten:
1. die Namen aller anwesenden oder vertretenen Jagdgenossen,
2. soweit Jagdgenossen durch andere Personen vertreten sind, die Namen der Vertreter
    und ggf. eine Feststellung über die Nachprüfung ihrer Vollmacht,
3. die Fläche der Grundstücke jedes anwesenden oder vertretenen Jagdgenossen, die bei
    der Beschlussfassung zugrunde gelegt wurde,
4. den Wortlaut der Beschlüsse unter Angabe der Mehrheit nach der Kopfzahl und der
    Fläche, mit der sie gefasst wurden,
5. bei Beschlüssen über die Verwendung der Jagdnutzung auch die Namen der anwesenden
    oder vertretenen Jagdgenossen, die dem Beschluss nicht zugestimmt haben.

§ 9
Die Versammlung der Jagdgenossen beschließt, ob die gemeinschaftliche Jagd durch öffent-liche Ausbietung oder freiwillig zu verpachten ist, oder ob statt einer Neuverpachtung ein bestehender Pachtvertrag über die Pachtzeit hinaus verlängert werden soll. Die Versammlung kann beschließen, dass als Bieter oder Pächter nur Jagdgenossen zugelassen werden; sie kann sich die Genehmigung des Pachtvertrages vorbehalten. Bei Abschluss des Jagdpachtvertrages vertritt der Jagd-vorstand die Jagdgenossenschaft.

§ 10
(1) Der Jagdvorstand verteilt den Reinertrag der Jagd jährlich an die Jagdgenossen nach Maßgabe des Flächenverhältnisses der Grundstücke, mit denen sie der Jagdgenossenschaft angehören. Jagdgenossen, die nicht die Überweisung ihres Anteils auf ihr Konto beantragt haben, haben diesen an den vom Jagdvorstand festgesetzten und bekannt gemachten Zahltagen abzuholen.
(2) Die Versammlung der Jagdgenossen kann beschließen, dass der Reinertrag der Jagd nicht verteilt, sondern für andere Zwecke verwandt wird. Der Beschluss ist allen Jagdgenossen schriftlich oder durch öffentliche Bekanntmachung mitzuteilen. Jagdgenossen, die dem Be-schluss nicht zugestimmt haben, können innerhalb eines Monats nach der Bekanntmach-ung schriftlich oder mündlich zu Protokoll des Jagdvorstandes die Auszahlung ihres Anteils verlangen.
(3) Wird der Jagdertrag nicht an die Jagdgenossen verteilt, so hat der Jagdvorstand über die
      Verwendung des Ertrages in der jährlichen Versammlung der Jagdgenossen Rechnung zu 
      legen.


gez. Kohlschmidt        
Vorsitzender des Jagdvorstandes

Den derzeitigen Vorsitz hat Thomas Warnecke