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  Kultstätte Stonehenge
Im nachfolgenden Video sehen Sie die ersten Eindrücke der Kreisgrabenanlage. Wir danken K. Knappe für diese Aufnahmen und freuen uns bereits auf weitere beeindruckende Aufnahmen.
 



 




Kreisgrabenanlage Pömmelte: Baustart ist im Mai

Landkreis investiert rund zwei Millionen Euro dank Fördermittel in touristische Attraktion im Altkreis Schönebeck

Von Kathleen Radunsky

Pömmelte Erleichterung schwingt in der Stimme von Tilo Wechselberger mit, wenn er von der Kreisgrabenanlage zwischen Pömmelte und Zackmünde im Altkreis Schönebeck spricht. Diese Erhellung der Stimmung ist nachvollziehbar. Schließlich ist das Ende eines jahrelangen Projektes endlich in Sicht. Im Mai nämlich soll der erste Spatenstich für das touristische Großprojekt des Landkreises gefeiert werden. Wenn alles nach Plan läuft, wird die Attraktion schon 2015 für die Öffentlichkeit zugänglich sein. Was lange währt, wird also doch gut?

  Geht man nach Tilo Wechselberger, Fachdienstleiter Kreis- und Wirtschaftsentwicklung, ist an diesem Sprichwort etwas Wahres dran. Denn die Kreisgrabenlage entstand 2000 Jahre vor Christi. 2005 wurden die konzentrischen Kreise bei einem Rundflug entdeckt.

Fördermittelantrag bei Lotto läuft noch

   Und 2015 könnte das deutsche Stonehenge den Salzlandkreis als Touristenattraktion bereichern. Im Wege steht dem vorerst nichts.

   „Wir haben zwei Fördermittelbescheide bekommen“, sagt Wechselberger. Damit seien die rund zwei Millionen Kosten fast gedeckt. „Eine halbe Million Euro müssen wir noch beschaffen, teilweise zumindest“, sagt er eher flapsig. Dafür laufe bereits ein Antrag bei Lotto Toto, und gleichzeitig liegen auf der hohen Kante bereits einige Mittel, unter anderem von der Sparkasse und der ostdeutschen Sparkassenstiftung.

   Die finanzielle Seite des Projektes sollte also nicht mehr für Kopfzerbrechen sorgen. Doch die Umsetzung lässt noch ei nige Fragezeichen offen. Genau genommen geht es um das Baumaterial. „Wir brauchen für die Rekonstruktion 1200 spezielle Baumstämme“, erklärt Tilo Wechselberger. Die Vorgaben: Es sollen Robinien sein, die zwischen 3,5 und 4 Meter lang sind.

   „Wir haben hinsichtlich dieser Bedingungen eine neue Ausschreibung gestartet“, sagt Wechselberger. Die 1200 Holzstämme werden dann die Kreisgrabenanlage darstellen. „Teils stehen die Stämme einzeln, teilweise werden sie miteinander verbunden sein“, beschreibt der Fachdienstleiter das Aussehen des Projektes. Ein dazugehöriges 3-D-Modell ist schon längst erstellt, „jetzt sind wir beim Feintuning“.

   Läuft alles nach Plan, so soll die Rekonstruktion bis Oktober stehen. „Dann folgen nur noch die Restmaßnahmen wie das Anlegen der Zufahrtsstraße, des Parkplatzes und des Radweges zum Elberadweg“, sagt Wechselberger.

   Außerdem sieht der Plan eine Aussichtsplattform vor, die einen Blick auf die Kreisgrabenanlage aus zirka acht Meter Höhe ermöglichen soll. Deren Aussehen soll Gegenstand eines Architekturwettbewerbes sein. „Sie soll bewusst modern gebaut werden“, nennt Wechselberger eine Vorgabe.

   „Von dort aus wird man auch die zweite Kreisgrabenanlage bei Schönebeck sehen können“, verrät Wechselberger. Diese ist zwar ebenso wie die von Pömmelte noch nicht angelegt, doch das soll ein Zukunftsprojekt des Landkreises sein, gibt Wechselberger einen Ausblick auf die weitere touristische Erschließung des Gebietes.

Verein könnte die Anlage betreuen

   Doch zurück zur Gegenwart. Insgesamt hat der Landkreis eine Fläche von sieben Hektar für die Pömmelter Kreisgrabenanlage gepachtet. „Für dieses Vorhaben musste wir schwierige Verhandlungen führen“, plaudert er aus dem Nähkästchen, warum die Umsetzung des deutschen Stonehenges länger gedauert hat als anfangs angenommen.

   So bestand eine unerwartete Schwierigkeit darin, dass die vom Kreis vorgesehene Fläche für mehrere Jahre an einen Landwirt verpachtet war. Letztlich konnte aber eine Einigung zwischen der Klosterberge Stiftung als Verpächter, dem betroffenen Landwirt und der Kreisverwaltung gefunden werden.

   Die Kreisgrabenanlage Pömmelte soll, so das Ansinnen der Kreisverwaltung, ein kostenfreies Angebot werden. Hintergrund: „Für uns fallen vor Ort keine laufenden Kosten an“, erklärt Wechselberger. Die Betreuung der Touristenattraktion wird vermutlich in den Händen der Verantwortlichen des Salzlandmuseums in Schönebeck liegen. „Außer es findet sich ein Verein, der diese Aufgabe übernehmen möchte“, nennt er eine Vision.

Das Originalbild der Volksstimme werden wir nicht übernehmen! Das stimmt nicht!! zumindest nicht mir der dazugehörigen Unterschrift

Deshalb hier ein Bild der Volksstimme von 2013

Quelle: Volksstimme





 


 

Auf den Seiten des Landesamtes für Denkmalpflege und Aerchäologie Sachsen-Anhalt gibt es interessante Informationen zu dem Fund. (klicken Sie in den Satz oben und Sie werden weiter geleitet) Auf Himmelsweg zu Pömmelter Kultstätte
Wirtschaftsminister unterstützt Tourismusprojekt

Von René de Ridder (Quelle: Schönebecker Volksstimme 12 Februar 2010)


Schönebeck/Pömmelte.

Die von Archäologen als Sensationsfund bezeichnete bronzezeitliche Kreisgrabenanlage in Pömmelte-Zackmünde (Salzlandkreis) soll ein neuer Standort auf Sachsen-Anhalts Tourismusroute „Himmelswege“ werden. „Geplant ist, das Areal zu rekonstruieren und der Öffentlichkeit zugänglich zu machen“, sagte Wirtschaftsminister Reiner Haseloff (CDU) der Volksstimme.

Damit würde die Anlage in die touristische Markensäule aufgenommen werden, zu der das weltälteste Sonnenobservatorium in Goseck, das Großsteingrab mit Dolmengöttin bei Langeneichstädt und der Fundort der „Himmelsscheibe“ Nebra zählen. Neben einem Aussichtsturm mit Ausstellung und nachgebauter Grabenanlage könnten Fahrradboxen errichtet und Radwege ausgebaut werden. „Wir wollen den Standort auch mit dem Elberadweg verbinden“, sagte Haseloff. Zudem soll unter Umständen eine zweite Kreisgrabenanlage südlich von Schönebeck freigelegt werden. Eine Skizze zum Gesamtvorhaben werde derzeit erarbeitet, so Haseloff.

Der Minister sprach von einem „hochinteressanten, bedeutenden Tourismusprojekt“ für den Salzlandkreis, das gemeinsam von Wirtschafts- und Kultusministerium sowie dem Landesamt für Denkmalpflege und Archäologie befürwortet werde.

CDU-Landtagsabgeordneter Gunnar Schellenberger, eigenen Angaben zufolge einer der Ideengeber der touristischen Nutzung, will sich um eine Zusammenarbeit mit dem britischen Stonehenge einsetzen.

Als „Riesenchance“ wertete Ulrich Reder, stellvertretender Landrat des Salzlandkreises, die geplante Aufnahme in das Netzwerk „Himmelswege“.

Bei den Ausgrabungen im Jahr 2008 hatten Forscher Ähnlichkeiten zwischen der Kreisgrabenanlage und dem weltbekannten Stonehenge entdeckt.

Touristische Route auch im Norden

Archäologe: Himmelswege schreiben schon Erfolgsgeschichte

Das Sehenswerte

Magdeburg (ddp). Die Tourismusroute „Himmelswege“ in Sachsen-Anhalt soll erweitert werden. Neue Funde bei archäologischen Grabungen hätten dafür die Voraussetzung geschaffen, sagte Landesarchäologe Harald Meller in einem Gespräch mit der Nachrichtenagentur ddp in Magdeburg. Damit lasse sich das bislang „südlastige“ Angebot in Richtung Norden ausdehnen.

Als nächste mögliche Station nannte er Pömmelte bei Schönebeck. Der bronzezeitliche Standort sei es wert, mehr in den Blickpunkt der Öffentlichkeit gerückt zu werden. Dort war vor zwei Jahren von Archäologen eine Kreisgrabenanlage aus der frühen Bronzezeit entdeckt worden. Sie habe vermutlich einen ähnlichen Stellenwert wie das englische Stonehenge, erklärte Meller.

Wahrscheinlich erfolgte ihre Nutzung zwischen 2300 und 2000 vor Christus. Da Holz als Baumaterial verwendet worden sei, sei der Nachweis nur durch aufwändige Forschungen möglich. Bislang habe man einen sechsfachen Ring von Gräben

und Palisaden mit verschiedenen Öffnungen gefunden. Astronomische Bezüge böten die Ausrichtung wesentlicher Teile nach unterschiedlichen Sonnenständen.

Nach Ansicht Mellers hat die Tourismusroute „Himmelswege“ bereits nach kurzer Zeit eine Erfolgsgeschichte geschrieben, die in Deutschland ihresgleichen suche. Von dieser Art des Kulturtourismus profitierten die Standorte auch wirtschaftlich. Das belege der Erfolg der „Arche Nebra“, die als Erlebniszentrum gebaut worden war. Sie befindet sich am Fundort der 3600 Jahre alten Himmelscheibe von Nebra, die als älteste konkrete Himmelsdarstellung der Welt gilt.

Die „Himmelswege“ führen zu archäologischen Sehenswürdigkeiten im Süden Sachsen-Anhalts. Sie sollen die Attraktivität Sachsen-Anhalts als Tourismusland weiter erhöhen.

• Die touristische Route „Himmelswege“ führt zu archäologischen Sehenswürdigkeiten Sachsen-Anhalts. Der spektakuläre Fund der Himmelsscheibe von Nebra 1999 war Anlass, die touristische Strecke zu entwickeln.

• Zur Route gehören: - Landesmuseum für Vorgeschichte in Halle mit Himmelsscheibe - Sonnenobservatorium Goseck (6800 Jahre alt) - Erlebniszentrum Nebra - Grab der Dolmengöttin Langeneichstädt

 

 

 

Die endneolithisch-frühbronzezeitliche Kreisgrabenanlage von Pömmelte-Zackmünde - Ergebnisse der Grabungen 2005-2008

Mehr Informationen auf der Homepage der Uni Halle Zur Homepage

Zeitungsausschnitte

Kultstätte ähnelt dem magischen Stonehenge

Archäologen vermelden bronzezeitlichen Sensationsfund bei Pömmelte-Zackmünde
Ausgabe: Schönebeck, 26 Juli 2008, Sachsen-Anhalt, Seite 1

Rätsel der Kultstätte liegen im Boden verborgen

Archäologen nehmen saisonale Forschungsarbeit an bronzezeitlicher Kreisgrabenanlage in Pömmelte-Zackmünde wieder auf
Ausgabe: Schönebeck, 19 August 2008, Sachsen-Anhalt, Seite 1